Ich bin ausgetreten

Ich fremdle ja ein bisschen mit der c-base, seit sie auf der Spack1 eine Rape-Culture-Klotür zum Kulturgut erhoben hat, einen kreativen Hackversuch aber als verdammenswerte Sachbeschädigung darstellen wollte. Was heute aber einer Bekannten passiert ist, ist als flagranter Sexismus nicht einmal mehr durch nerdigen Realtiätsabstand zu rechtfertigen. Ich schrieb daher eben diese Mail an den Vorstand des c-base e.V., in der ich meine sechsjährige Mitgliedschaft beende:

Lieber Vorstand,

wie der Blogbeitrag http://antiprodukt.de/irgendwelche-hacker-mogen-immer-irgendwie-sexistisch-sein-konnen/ exemplarisch zeigt, ist die herrschende und nach außen getragene Stimmung im c-base e.V., dass man, statt etwas gegen die von etlichen Seiten erhobenen Sexismusvorwürfe zu tun, lieber versucht, dass sie nicht öffentlich diskutiert werden.

Ich möchte nicht, dass so etwas in meinem Namen geschieht. Daher beende ich hiermit per sofort meine Mitgliedschaft im c-base e.V. Ein Durchschlag dieser Mail geht an das Internet.

Liebe Grüße,

Simon Kowalewski
Ex-Crewperson deBaer

2 Responses to “Ich bin ausgetreten”

  1. Urswe says:

    Die Rapeculture-Klotür haben sie wieder eingebaut und die übliche Verfahrensweise mit Sexismus-Kritikern greift auch wieder: alles nur Verleumdung.
    Ich finde gut, dass Du ausgetreten bist. Es sollten viel mehr tun. Die brauchen einfach wieder die Zeit, wo sie nicht genug Einnahmen hatten. Es gibt 2 typische Männchen unter den Membern: die einen schicken Frauen am besten gleich weiter und trauen sich nicht ihnen in die Augen zu sehen, und die anderen kompensieren ihren Frust über Erfolglosigkeit durch Arroganz und Sexismus.
    Einst ist die cbase auf Erden gelandet, nun sollte sie endlich ins finanzielle Loch fallen.

  2. irmox says:

    Aber es fragt sich, ob “austreten” unbedingt die beste Wahl ist. Hört man ja auch so oft bei den Piraten, wenn einem etwas nicht gefällt: “Austreten”. Wenn einem ein Artikel in einer Zeitung nicht gefällt: “Abbestellen” (naja, in dem Fall hat man immerhin kaum andere Einflussmöglichkeiten), wenn einem die Politik nicht mehr gefällt: “nicht-wählen”…

Was denkst du?